Almtal: Die Zukunft des Kasbergs
LH Pühringer & LR Sigl: Weichen für die Zukunft des Kasbergs werden im Juli gestellt.
Vertreter der Gemeinden Grünau, Scharnstein, Vorchdorf und Pettenbach haben in einem Gespräch mit Wirtschafts- und Tourismuslandesrat Viktor Sigl die prekäre wirtschaftliche Lage der Kasberg-Bahnen dargestellt. Aufgrund der vorliegenden Zahlen kann der Fortbestand des Betriebes nur durch ein Sanierungsverfahren ermöglicht werden, das noch im Juli eingeleitet werden müsste.
Die Kasberg-Bahnen GmbH & Co KG haben den Linzer Anwalt Dr. Erhard Hackl mit der Einbringung eines Antrages auf Einleitung eines gerichtlichen Sanierungsverfahrens beim Landesgericht Wels beauftragt. Trotz einer Kapitalerhöhung im Jahr 2008 und dem Versuch, das Unternehmen wieder auf eine solide finanzielle Basis zu stellen, wird im heurigen Geschäftsjahr ein Verlust in Höhe von rund einer Million Euro erwartet.
Eine weitere Million ist für dringende Großreparaturen und Instandsetzungsarbeiten nötig, allein 400.000 Euro kostet die Reparatur der Gruppenumlaufbahn. In einer kürzlich abgehaltenen Generalversammlung konnten sich die Gesellschafter nicht auf die erforderliche Eigenkapitalzufuhr einigen. "Daher wird nun ein Sanierungskonzept erarbeitet, dessen wichtigstes Ziel es ist, den Betrieb fortführen zu können", sagen LH Dr. Josef Pühringer und LR Viktor Sigl.
Verhandlungen weitgehend abgeschlossen
Diese Lösung setzt aber laut Anwalt voraus, dass bestehende Sonderbegünstigungen von Alt-Gesellschaftern bereinigt und die Pachtzinse an Gesellschafter auf ein ortsübliches Maß reduziert werden. Die Verhandlungen darüber sind bereits weitgehend abgeschlossen, bis auf einen Alt-Gesellschafter haben alle dem Sanierungskonzept zugestimmt. "Die Weichen für die Zukunft des Kasbergs müssen noch im Juli gestellt werden, damit die Reparaturarbeiten beginnen können und das Skigebiet im kommenden Winter wieder zur Verfügung steht", sind sich Sigl und Pühringer einig.
"Gleichzeitig wird der OÖ Tourismus und das Regionalmanagement OÖ beauftragt, gemeinsam mit den Almtal-Gemeinden Grünau, Scharnstein, Vorchdorf, Pettenbach und Bad Wimsbach-Neydharting und den dortigen Tourismusverbänden, die sich im 'Verein Almtal' zusammengeschlossen haben, sowie den örtlichen Tourismusbetrieben ein Konzept für die touristische Entwicklung des Almtals als Naherholungs- und Ausflugsdestination zu erarbeiten."
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