Altmünster: Hommage an einen heimatgebundenen Künstler
Ausstellung mit Werken von Sepp Moser noch bis Ende August zu sehen
Bildhauer Sepp Moser wäre heuer 85 Jahre alt geworden, eine Retrospektive zeigt etliche seiner bedeutenden Kunstwerke und ehrt ihn so als bedeutenden Sohn seiner Viechtauer Heimat
Als der akademische Bildhauer Sepp Moser im Jahre 1985 sechzigjährig einem Herzinfarkt erlag bedeutete dies nicht nur einen herben, unersetzbaren Verlust für seine Familie sondern ganz besonders auch für die Kunstwelt Oberösterreichs und weit darüber hinaus. Obwohl Sepp Moser zeitlebens ein Getreuer seiner Viechtauer Heimat gewesen war sind seine Stein- und Holzbildhauerarbeiten bzw. Krippendarstellungen weit über deren Grenzen hinaus gekommen und haben heute eine wichtige Position in der Kunstwelt.
Deshalb ist es ein besonders anerkennenswertes Verdienst des Altmünsterer Kulturreferates bzw. von Kustos Hans Gaigg des Viechtauer Heimathauses, ihm zu seinem 85. Geburtstag eine Ausstellung zu widmen und ihn so auch der jüngeren Generation geistig zugänglich zu machen, die ihn persönlich nicht mehr kennt.
Wie Landeshauptmann Josef Pühringer in seiner Eröffnungsrede kundtat, stellt diese Gedächtnisausstellung eine tiefe Verbeugung für den großen Künstler Sepp Moser dar und zeugt von der bleibenden Wertschätzung für seine Bildhauerarbeit in Stein und Holz. Das mit Fug und Recht, war doch Sepp Moser trotz seiner Anerkennung in der Kunstwelt immer bescheiden im Hintergrund geblieben, er verabscheute große Feste und Watteworte um seine Person, lebte ganz seinen weit vorausblickenden Ideen und deren kompromissloser
Umsetzung. Er ließ sich zeitlebens nie verbiegen, hatte Grundsätze, wenn es um seine gestalterischen Ansichten ging und verzichtete eher auf einen Auftrag als seine Sichtweise aufzugeben. Die Freiheit, seine künstlerische Freiheit, ging Sepp Moser über alles!
In der Bildhauerabteilung der Holzfachschule Hallstatt lernte er die ästhetische Proportionen beherrschen, an der Akademie der bildenden Künste erhielt er den Feinschliff, beugte sich aber niemals konventionellen Mustern sondern ging stets eigene Wege. Sepp Mosers Credo: Ein Künstler darf sich nicht zu gut sein für das Kunsthandwerk, was er in seinen vielen Skulpturen, Bildern, Fragmenten umsetzte. Kriegerdenkmäler, Kreuzwegstationen (wie jene in Neukirchen, die jetzt restauriert wurden), Friedhofkreuze und große Holzskulpturen zeugen von der Vielfalt des erd- und heimatverbundenen. Erstmals wird in dieser Ausstellung der Kreuzweg aus Hennef (D) gezeigt, viele private Leihgeber ermöglichten die Werkschau und geben den Besuchern einen Überblick über das Wesentliche im Lebenswerk Sepp Mosers. Entwürfe, grob und mit starkem Strich gezeichnet, oft auch nachgezogen, sind gleichsam Synonyme für die unbändige Kraft und die Ausdrucksstärke des Bildhauers.
Persönliches im Heimathaus
Im von ihm im Jahre 1975 mitinitiierten Heimathaus sind Madonnen-Statuen aus Sepp Mosers Hallstatt-„Lehrjahre", Zeugnisse, Skizzen und persönliche Dokumente aus dem familiären Fundus ausgestellt. Weiters erfolgt hier die sporadische Aufarbeitung seiner Wiener Studienzeit samt Diplom über den positiven Abschluss der Akademie der bildenden Künste sowie gezeichnete Studien und praktisch umgesetzte Studien über Kinderköpfe u dgl.Umsetzung. Er ließ sich zeitlebens nie verbiegen, hatte Grundsätze, wenn es um seine gestalterischen Ansichten ging und verzichtete eher auf einen Auftrag als seine Sichtweise aufzugeben. Die Freiheit, seine künstlerische Freiheit, ging Sepp Moser über alles!
In der Bildhauerabteilung der Holzfachschule Hallstatt lernte er die ästhetische Proportionen beherrschen, an der Akademie der bildenden Künste erhielt er den Feinschliff, beugte sich aber niemals konventionellen Mustern sondern ging stets eigene Wege. Sepp Mosers Credo: Ein Künstler darf sich nicht zu gut sein für das Kunsthandwerk, was er in seinen vielen Skulpturen, Bildern, Fragmenten umsetzte. Kriegerdenkmäler, Kreuzwegstationen (wie jene in Neukirchen, die jetzt restauriert wurden), Friedhofkreuze und große Holzskulpturen zeugen von der Vielfalt des erd- und heimatverbundenen.
Erstmals wird in dieser Ausstellung der Kreuzweg aus Hennef (D) gezeigt, viele private Leihgeber ermöglichten die Werkschau und geben den Besuchern einen Überblick über das Wesentliche im Lebenswerk Sepp Mosers. Entwürfe, grob und mit starkem Strich gezeichnet, oft auch nachgezogen, sind gleichsam Synonyme für die unbändige Kraft und die Ausdrucksstärke des Bildhauers.
Persönliches im Heimathaus
Im von ihm im Jahre 1975 mitinitiierten Heimathaus sind Madonnen-Statuen aus Sepp Mosers Hallstatt-„Lehrjahre", Zeugnisse, Skizzen und persönliche Dokumente aus dem familiären Fundus ausgestellt. Weiters erfolgt hier die sporadische Aufarbeitung seiner Wiener Studienzeit samt Diplom über den positiven Abschluss der Akademie der bildenden Künste sowie gezeichnete Studien und praktisch umgesetzte Studien über Kinderköpfe u dgl.
Besonderer Dank an Kustos Hans Gaigg
Hans Gaigg, der nach Maria Moser die Führung des Viechtauer Heimathauses übernommen hat und seither in dieser Aufgabe förmlich aufgeht, war es ein persönliches Anliegen, diese Retrospektive zu einer Besonderen zu gestalten, er spürte viele Arbeiten Sepp Mosers auf, verhandelte mit Leihgebern und war als Handwerker auch bei der Präsentationsart führend. Unterstützt wurde er dabei von Dr. Gertrud Liesenfeld (mit der Witwe Sepp Mosers jahrelang freundschaftlich verbunden) und Mag. Michael Weese. So entstand an zwei Orten (in der Hauptschule Neukirchen bzw. im Heimathaus) eine Präsentation, die ob ihrer Klarheit und der sparsamen Dekoration rundum anspricht und dem Wesen des damit Geehrten nahe kommt.
Die Ausstellungseröffnung am Panorama-Vorplatz der Hauptschule Neukirchen war ein Stelldichein der Moser-Freunde und Anhänger seiner Skulpturen bzw. seiner genialen Krippen. Festlich gestaltet wurde die Festivität von der Ortsmusik unter Kapellmeister Manfred Röhrer und dem Gemischten Chor Altmünster, den Mag. Hemma Oberleitner dirigierte und die Chormitglieder in ihrer Tracht die Aurachtaler Tradition unterstrich.
Ausstellung noch bis Ende August
Zu sehen ist diese Ausstellung noch bis 29. August; geöffnet Dienstag, Donnerstag, Samstag (von 14.00 bis 16.30 Uhr), Sonntag 9.00 bis 11.30 Uhr. Eintritt 4.- Euro (Erwachsene); 2.- Euro (Kinder und Gruppen). Es gibt auch einen informativen, schön gestalteten Ausstellungskatalog (15.- Euro).
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