Gosau: Daniel Rohringer holt 3. Platz beim Skibergsteigen
Österreichs Elite im Tourensport zeigte ihre Stärke bei der Hochkönigstrophy 2010
In Mühlbach am Hochkönig fand dieses Wochenende ein Rennklassiker im Skitourensport mit Gosauer Beteiligung statt: Bei strahlendem Sonnenschein wurde am Fuße des mächtigen Salzburger Bergmassivs die Hochkönigstrophy, ein Bewerb des Austria Skitour Cups, ausgetragen.
Hundert Athleten am Start
Die Hochkönigstrophy, veranstaltet von der Bergrettung Salzburg, erwies sich wieder einmal als ein nationales Rennen der Sonderklasse und als ein Vorzeigebeispiel für die Wettkämpfe im Skibergsteigen. Die Organisatoren wurden zusätzlich noch mit strahlendem Wetter und frisch angezuckerten Bergspitzen belohnt, eine perfekte Umrahmung für das Rennen inmitten der Salzburger Bergwelt. Besonders spektakulär erwies sich der Bewerb für die Zuschauer, denn nahezu der gesamte Streckenverlauf konnte vom Start/Ziel Bereich aus eingesehen werden. Die zahlreich erschienenen Besucher feuerten somit die knapp über hundert Athleten ständig lautstark an, welche pünktlich zum Zeitpunkt, als die Sonne über den malerisch weiß verschneiten Gipfeln erschien, am Arthurhaus starteten. Nach insgesamt vier Aufstiegen und vier Abfahrten, sowie einer kurzen Tragepassage und rund 1700 Höhenmetern erreichten die ersten Teilnehmer bereits nach einer Zeit von nur 1,5 Stunden das Zielgelände.
Junge Hüpfer stark im Kommen
Der Gosauer Daniel Rohringer sicherte sich bei den Youngsters auf einer Distanz von rund 850 Höhenmetern, nach dem Osttiroler Martin Weißkopf und dem Oberösterreicher Martin Islitzer, den dritten Platz. Dementsprechend positiv fiel auch seine Bilanz nach dem Rennen aus: „Nach einigen Plätzen knapp hinter den Medaillenrängen ist es ein tolles Gefühl endlich am Podest zu stehen. Ich bin sehr zufrieden mit meiner Leistung. Es war wirklich ein tolles Rennen", so der glückliche Bronzemedaillengewinner Daniel Rohringer aus dem Salzkammergut. Sein Bruder Thomas nahm erfolgreich in der Allgemeinen Klasse teil
Bader war nicht zu schlagen
Der Tiroler Nationalteamathlet Martin Bader erreichte als erster das Ziel, dicht gefolgt vom Lokalmatador und Rennveranstalter der Hochkönigstrophy, dem Bischofshofener Markus Stock, ebenfalls ein Mitglied der österreichischen Nationalmannschaft. Vor diesem Endergebnis spielten sich aber dramatische Szenen ab. Bader startete bereits zu Beginn des Rennens stark weg, hinter ihm im Schlepptau Stock, Hans Wieland (Salzburg) und Paul Innerhofer (Südtirol). Während der zweiten Abfahrt im steilen Gelände am Fuße der Mandlwände konnte man vom Zuschauerbereich deutlich erkennen, wie Wieland mit enormer Geschwindigkeit und hervorragender Fahrttechnik bergab Bader die Führung abnahm.
Dieser ließ ihn aber nicht ziehen, in der Wechselzone war er ihm schon wieder bis auf ein paar Meter Rückstand auf den Fersen. Bei der dritten Abfahrt brach Wieland der Schuh, mit einem großen Vorsprung auf die Verfolger trat Bader den letzten Streckenteil an und gewann mit einem Vorsprung von fast zwei Minuten in einer Gesamtzeit von 1:29:07,40 das Rennen vor Stock und Innerhofer. „Das war mit Sicherheit mein bestes Rennen in dieser Saison", so der glückliche Sieger Martin Bader.
Deutsche gewinnt Damen-Wettbewerb
Bei den Damen spielten sich nicht minder spannende Szenen ab. Hier duellierten sich die Ramsauer Nationalteamathletin Lydia Prugger und die Deutsche Barbara Gruber um den ersten Rang. Schlussendlich entschied Gruber den Sieg für sich, dicht gefolgt von Prugger und der Tirolerin Veronika Swidrak, ebenfalls ein Mitglied der österreichischen Nationalmannschaft.
Ein starker Auftritt der besten nationalen Athleten hier bei der Hochkönigstrophy. Spannend blicken wir nun weiter auf die nächsten Fixpunkte im Terminkalender der Skibergsteiger, welche neben den weiteren Austria Skitour Cup Rennen (Marmotta Trophy in Südtirol und das Finale mit dem Dachstein Xtreme in Schladming/Ramsau) natürlich auch die Weltmeisterschaft ab 1. März 2010 in Andorra sein wird.
- Weitere Informationen gibt es unter www.astc.at
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