Gosau: Frühlingshafte Seiltänze beim Skijöring
Gold und Silber für Deutschland - Platz drei für rot-weiß-rotes Team
Für Österreichs Slalom-Asse waren die Weichschneebedingungen in Vancouver gar nicht medaillenverdächtig. Am Sulzschnee ihren Spaß hatten dagegen mehrere hundert Zuschauer beim Skijöring in Gosau: Driften, drängeln, detonieren hieß es dort beim wilden Seiltanz, zu dem sich am Samstag vierzig Tanzpaare, bestehend aus Motorrad- und Schifahrer, eingefunden hatten. Neben den Zuschauern hatten auch hier wieder einmal die Deutschen die größte Freude. Die starke Abordnung des MSC Ramsau holte beim „Tiefschnee-Skijöring" Gold und Silber.
Beste Verhältnisse beim morgendlichen Warm-up
Veranstalter Joe Lechner und die Vollgasherren vom Gosauer Enduroclub Offroad Team Rabenkogel unter Obmann Andi Gamsjäger hatten ganze Arbeit geleistet. Am Samstag herrschten im morgendlichen Trainingsdurchgang beim Driften und Drängeln noch allerbeste Verhältnisse.
Auf der rund 500 Meter langen Rennstrecke katapultierten sich die Seilschaften aus Motorrad- und angehängten Schifahrer auf Spitzengeschwindigkeiten jenseits der 80 km/h.
Detonieren im Tiefschneesulz
Im Tagesverlauf wurde es deutlich wärmer, die Piste mutierte zum Tiefschneesulz. Nach „Driften und Drängeln" wurde „Drängeln und Detonieren" zum abwechslungsreichen und unterhaltsamen Rennmotto. Bedingungen, mit denen die Herrschaften des MSC Ramsau am besten zurecht kamen.
Auch beim Skijöring-Seiltanz hatte Deutschland klar die Nase vorn. Florian Oberholzner (KTM) zog seinen Schifahrer Anton Brandner am schnellsten durch den Tiefschnee. Silber glänzte es für Markus Wanka (TM) und Gerhard Moderegger. Erst auf Platz drei die erste rot-weiß-rote Seilschaft mit Thomas Stögner und Rainer Heuratscheck vom Team 2Rad-Unterberger Bad Ischl.
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