MondSeeLand: Neue Werte für die Wirtschaft

Donnerstag, 11. März 2010, 15:58 Bericht Drucken (beta)

Attac Mondseeland vor Gründung

Die Krise füllt die Säle, wenn der junge Globalisierungskritiker Christian Felber, 37, über Alternativen spricht. Auch in Mondsee strömten 120 Menschen in den Pfarrsaal, um dem gebürtigen Mattseer, der heute europaweit als Referent gefragt ist, zuzuhören. Die Münder blieben schon am Beginn offen: „Wissen Sie, das Wievielfache der bestbezahlte Fondsmanager in den USA im Vergleich zu einer Vollzeit arbeitenden Supermarktkassierin verdient? - Das 360.000fache."

Globalisierungskritiker und Bestsellerautor Christian Felber präsentiert die „Demokratische Bank“ und „Gemeinwohlökonomie“ als Wege aus der Krise  

Wege in die Krise

Auf die Frage des Referenten, das Wievielfache die Anwesenden als maximal gerecht empfänden, einigt sich der Saal rasch auf das Zehnfache. Felber zeichnete historisch die Entstehung der Finanzkrise nach. Wichtige Parallele zu früheren Krisen: Wenn die Besitz-Eliten einen zu großen Teil des Vermögens konzentrieren, hätten sie „keine andere Chance, als diese überflüssigen Vermögen auf die Finanzmärkte zu werfen, wo sie Blasen bilden, die regelmäßig platzen".

Weitere Krisenursache: Nach einer 30-jährigen Phase regulierter Finanzmärkte und gemeinwohlorientierter Banken nach 2. Weltkrieg schwenkten die Banken seit den 1980er Jahren auf Gewinnorientierung und Wachstum um. Dadurch vernachlässigten sie ihr Kerngeschäft, die Verwandlung von Sparvermögen in Kredite an lokale Unternehmen, um profitablere, aber riskantere Geschäftsfelder zu betreten: Fonds, Derivate, Kredithandel.

Zukunftsmodell Neue Bank?

Die Politik baute bereitwillig das globale Casino, das nicht wie versprochen Effizienz und Wohlstand brachte, sondern Krise, Arbeitslosigkeit und „systemrelevante Banken", die politisch so einflussreich sind, dass sie die Regulierung der Finanzmärkte und ihre notwendige Zerschlagung erfolgreich verhindern.

Felber schlägt deshalb einen neuen Bankentyp vor: Die „Demokratische Bank" soll unter der Kontrolle des „demokratischen Souveräns" nur noch das konservative Kerngeschäft der Bank erledigen. Dafür sollte sie allein in den Genuss der staatlichen Unterstützung - Garantie der Sparguthaben und Refinanzierung durch die Zentralbank - kommen.

 Doch Felber begnügt sich nicht mit Regulierungsvorschlägen für die Finanzmärkte, er hat eine „Alternative zu Kommunismus und Kapitalismus" entworfen: die „Gemeinwohlökonomie", in der es nicht mehr um Gewinnstreben und Konkurrenz geht, sondern um Gemeinwohlstreben und Kooperation. Dreißig Unternehmerinnen und Unternehmer entwickeln mit Felber das Zukunftsmodell: „Je sozial verantwortlicher, ökologisch nachhaltiger, demokratischer und kooperativer sich ein Unternehmen verhält, desto stärker soll es gegenüber den verantwortungslosen Profitmaximierern rechtlich in Vorteil gestellt werden."

Blieb am Schluss die Frage, was jeder Einzelne tun? Das wichtigste sei die Überwindung der Ohnmacht durch gemeinsames Handeln. Felber hat das globalisierungskritische Netzwerk „Attac" (französisch für: Vereinigung für die Besteuerung von Finanztransaktionen zum Wohle der Menschen) in Österreich mitaufgebaut, das heute 4.500 Mitglieder und 29 aktive Regionalgruppen zählt. Im Anschluss an den Vortrag blieben zwanzig Interessierte für die Gründung von Attac Mondseeland. Die Unternehmerin Sylvia Klimesch, die den Vortrag mitorganisiert hatte, ist bis zur Gruppengründung die Ansprechperson.


Auf Facebook teilen Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen Twittern!

Leserkommentare


Noch kein Kommentar zu diesem Thema vorhanden.
Kommentar abgeben
 

Gesucht - Gefunden

Sie haben gebrauchte Sachen zu verkaufen oder suchen eine neue Wohnung?
Mit einer Kleinanzeige auf www.im-salzkammergut.at finden Sie sicher einen Interessenten.

Billiger als Sie denken:

Private Kleinanzeige
  • nur Text: nur € 15,-
  • mit Bildern: nur € 29,90

Kontakt:

06132 / 94120 (Mo-Fr 9.00 bis 16.00 Uhr) oder per E-Mail

Wir sind neugierig!

Von links: Werner M. Krauß, Andrea Stolz, Torsten Kraft und Gerhard König

Sie wissen was sich in Ihrer Umgebung abspielt?
Dann Informieren Sie uns. Wir sind für Sie da!
Ihr direkter Draht zur Redaktion:
E-Mail
oder 06132 / 94120 

Powered by

WeTi Internet Solutions
WeTi Internet Solutions

 

Werbung

Wetter

Samstag, 31.07.2010
Morgens: Mittags: Abends:
wolkig leicht bewölkt leicht bewölkt
12 °C / 24 °C
mehr Wetter

Freunde finden

Werden Sie Fan von
www.im-salzkammergut.at

Schauen Sie mal vorbei, Ihre Freunde sind schon da!

Bilder

Adieu, good by, auf Wiedersehen ... Die 2a der Volksschule Pfandl verabschiedet sich von ihrem Direktor. Nach 2 Jahren bester Zusammenarbeit mit ihren Eltern müssen die Kinder nun Herrn Dir. Dr. Gerhard König in den Ruhestand ziehen lassen. Wir alle, Kinder und Eltern, wünschen ihm:  Mögen alle Ihre Wünsche und Vorhaben in Erfüllung gehen! Michaela Zach im Namen der Klassengemeinschaft

 

Schulbesuch beim Ortsoberhaupt:  Die 3b Klasse der Volksschule St. Agatha, besuchte vergangenen Freitag Bürgermeister Peter Ellmer im Marktgemeindeamt Bad Goisern. Nach dem Besuch im Bürgermeisterbüro führte dieser die Schulkinder durch das Gemeindeamt. Als Abschluss wurde noch der Eissalon in Bad Goisern

Bilder sagen mehr als tausend Worte
Schnappschüsse aus dem Salzkammergut

Gratulation

Große 70er-Feier für Ohlsdorfs SB-Obmann Josef Schausberger: Kürzlich wurde der umtriebige und tüchtige SB Obmann Josef Schausberger anlässlich seines 70. Geburtstages mit einem großen Dankefest am Hof von Frau ÖR LPräs.a.D. Johanna Preinstorfer überrascht. Elli Paschinger war die Organisatorin dieser tollen Überraschungsfeier. Foto v.l.n.r.: LAbg. Martina Pühringer, Bgm. Christine Eisner, SB-Bezirksobmann Harald Aigner, Jubilar SB-Obmann Josef Schausberger, ÖR LT-Präs. a. D. Johanna Preinstorfer, SB Obfrau-Stv. Elli Paschinger. 

Herzliche Gratulation zum Geburtstag! Der Bürgermeister Ing. Dieter Helms und seine Gattin Rosemarie Helms sowie Gemeinderätin Gertrude Biber gratulierten Herrn Josef Hofstätter zu seinem 85. Geburtstag. Herr Hofstätter, ein gebürtiger Neukirchner ist Vater zweier Kindern. 1949 übernahm er eine Schmiede in Pinsdorf, die er bis 1986 führte. In dieser Zeit hat er auch 10 Lehrlinge ausgebildet. Wir wünschen ihm alles Gute!

Machen Sie mit
Ihre schönsten Fotos einfach per Mail in die Redaktion

Leserbriefe

  

Ihre Meinung ist uns wichtig! 

Webcam

Blick auf den Mondsee
Der neue Seat Ibiza ST beim Autohaus Limberger
Alldetron
Wir stoßen auf Ihren Erfolg an
Programm Kino Gmunden
Kletterpark Altaussee
Sprudel Sprudel und Musik
Alpengarten Bad Aussee
Ischler Gulden
Goldregen in Bad Ischl
nach Oben