Salzkammergut: Kleine rote Früchtchen

Dienstag, 2. Juni 2009, 00:00 Bericht Drucken (beta)

Die besten Tipps zur Erdbeerzeit

Leuchtend rot und aromatisch duftend - Erdbeeren sind verführerisch und lecker. 96 Prozent aller Österreicher mögen die roten Früchte gerne - etwa zweieinhalb Kilo essen Herr und Frau Österreicher im statistischen Durchschnitt pro Jahr. Beliebt sind Erdbeeren schon lange: Bereits unsere Urahnen kannten Walderdbeeren. Erste Funde reichen bis in die jüngste Steinzeit zurück. In der Antike priesen römische Dichter wie Ovid, Vergil und Plinius die Qualitäten der kleinen, aromatischen Früchte: Sie nannten sie "frega" oder "fregum", abgleitet vom lateinischen "fragare" (duften).

  

Kaum Kalorien, viel Vitamin C

Erdbeeren sind zwar sehr lecker, aber sie sättigen nicht. Und das hat einen Grund: Die Früchte sind nämlich extrem kalorienarm. Eine große Portion enthält nicht mehr Kalorien als eine kleine Praline. Erdbeeren liefern außerdem reichlich Vitamine und Mineralstoffe. Besonders hoch ist der Gehalt an Vitamin C. Schon 200 Gramm decken 150 Prozent des Tagesbedarfs.

Kauf- und Pflücktipps

Da Erdbeeren nicht nachreifen, sollten Verbraucher beim Kauf von Früchten in Schalen darauf achten, dass alle Beeren gleichmäßig rot, glänzend und prall sind. Weitere Zeichen für Frische sind ein kurzer, grüner Stiel und durchgängig grüne Kelchblätter ohne weiße Spitzen. Die beste Frischegarantie: Erdbeeren direkt beim Erzeuger kaufen oder auf einem nahe gelegenen Feld selbst pflücken. Die beste Zeit für die eigene Ernte ist der frühe Morgen. Außerdem sollte es trocken sein, denn nass gepflückte Erdbeeren haben weniger Aroma und sind weniger lange haltbar. Tipp fürs Pflücken: Die Früchte zusammen mit den grünen Kelchblättern und einem Stück Stiel von der Pflanze ziehen, um das Auslaufen von Saft zu vermeiden. Nur reife Früchte ernten, nicht reife erkennt man am weiß-gelben Rand.

Richtige Lagerung

 Erdbeeren sind äußerst empfindlich. Zum Transport sind atmungsaktive Verpackungen ideal. Auf keinen Fall dürfen die Beeren gequetscht werden. Erst unmittelbar vor dem Verzehr die Früchte kurz waschen, Stiele und Blätter entfernen. Bis dahin bewahren sie das Aroma und die Vitamine der Früchte. Da Wasser den Erdbeeren das Aroma entzieht, sollten die Früchte auf keinen Fall lange im Wasser liegen oder mit einem starken Wasserstrahl gesäubert werden. Ungewaschen können Erdbeeren ein bis zwei Tage im Gemüsefach des Kühlschranks lagern - am besten abgedeckt auf einem Teller oder in einer Schüssel. Zur längerfristigen Lagerung können Sie Erdbeeren auch einfrieren. Es empfiehlt sich aber, sie vorher zu pürieren, denn ganze Früchte werden nach dem Auftauen meist matschig. Erdbeeren eignen sich auch gut zum Einkochen von Marmelade oder Kompott. Sehr lecker ist die Kombination mit Rhabarber oder roten Johannisbeeren

Erdbeer-Kaskaden für die eigene Ernte

In wenigen Wochen beginnt wieder die Erdbeer-Saison. Die roten Früchte sind nicht nur schmackhaft, sondern auch sehr gesund. Sie gehören zu den Früchten, die besonders viel Vitamin C und Mineralstoffe enthalten. Wer keinen eigenen Garten hat, der kann eigene Erdbeeren auch auf dem Balkon oder der Terrasse anbauen und ernten. Das macht großen Spaß und der Aufwand dafür hält sich in Grenzen.

Eigene Ernte auf Balkon oder Terrasse

Zum Beispiel mit einer selbst zusammengestellten Erdbeer-Kaskade, bei der verschieden große Erdbeertöpfe übereinander gestellt werden. Für diese Erdbeer-Kaskade brauchen Sie drei unterschiedlich große Tonschalen oder Tontöpfe, zum Beispiel mit einem Durchmesser von 15, 25 und 40 Zentimetern, etwa 20 Liter Erde und einige Erdbeerpflanzen. Zuerst wird die größte Schale zu etwa drei Vierteln mit Erde aufgefüllt. Nachdem die Erde etwas angedrückt wurde, kommt die mittelgroße ebenfalls mit Erde befüllte Schale darauf. Darauf ebenso die kleinste Schale.

Mit Monatspflanzen den ganzen Sommer über naschen

 Und schon sind die Erdbeeren an der Reihe. "Rund 20 Pflanzen für so eine Kaskade sollte man schon nehmen", empfiehlt der Gartenexperte. "Bei kleineren Töpfen braucht man natürlich entsprechend weniger Pflanzen." Die Erdbeeren werden vorsichtig ringsherum in die Schalen eingepflanzt. "Gut geeignet sind remontierende Erdbeeren, sprich eine Monatserdbeere. Denn gerade für diese Art der Pflanzung ist es vorteilhaft, das ganze Jahr über Erdbeeren ernten zu können." Remontieren bedeutet, dass die Pflanze mehrmals im Jahr blüht und so auch neue Früchte ansetzt, sagt der Fachmann. "Bei diesen Monatserdbeeren hier sieht man es, sie blühen schon. Mit viel Glück sind in drei bis vier Wochen die ersten Erdbeeren zum Ernten reif. Das zieht sich bis in den Herbst hinein. Ab und zu gibt es kleine Pausen, in denen sich die Pflanze erholt. Insgesamt gibt es aber etwa drei Ernteschübe."

Sonnigen Standort wählen

Jetzt muss die Erde um die frisch gepflanzten Erdbeeren nur noch etwas angedrückt und gegossen werden. Um Wurzelkrankheiten zu vermeiden, sollte die Pflanze nicht zu nass stehen. In den ersten beiden Monaten nach dem Einpflanzen ist die Pflanze noch gut versorgt. "Danach muss nachgedüngt werden", sagt der Experte. "Am besten mit einem kalibetonten Dünger, denn Kali erhöht die Festigkeit der Früchte und schütz vor schnell faulenden Erdbeeren."

Nach etwa einer halben Stunde haben Erdbeer-Liebhaber ihre Kaskade fertig gebaut und können sie an einen möglichst sonnigen Platz stellen. "Der Vorteil einer Kaskade ist, dass die Früchte nicht auf dem Boden aufliegen und somit keine Faulstellen bekommen. Außerdem ist es optisch ein sehr gelungenes Objekt", freut sich der Gartenbaufachmann.

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