Gmunden: Neue Behandlung bei Krampfadern
Geringere Blutergüsse und weniger Schmerzen
Mit dem Angebot der Endvenösen Lasertherapie (EVLT) erweitert das Landeskrankenhaus Gmunden sein Behandlungsspektrum bei Krampfadern. Bisher wurden sogenannte Varizen mittels konventioneller Stripping-Operation behandelt. Nun gibt es für rund dreißig bis vierzig Prozent der Varizen-Patienten mit der EVLT einen noch schonendere Möglichkeit der Behandlung nicht richtig funktionierender Stammvenen.
Individuell Behandlungsmethode
Bevor Krampfadern behandelt werden können, müssen die Ursachen in der Venenambulanz abgeklärt werden. „Die Abklärung erfolgt mittels Duplex-Sonographie. Dabei wird mit Ultraschall die Fließgeschwindigkeit des Blutes in den betroffenen Venen gemessen. Gefäßerweiterungen und Schlussunfähigkeit der Venenklappen lassen sich so feststellen", erklärt Ass. Dr. Peter Klima, Chirurg und EVLT-Spezialist am LKH Gmunden.
Nach der Untersuchung wird dann individuell die richtige Behandlungsmethode ausgewählt. „Für etwa 30 bis 40 Prozent der Patientinnen und Patienten eignet sich die EVLT zur Behandlung von Varizen. Dabei handelt es sich um ein etabliertes Verfahren zur Behandlung insuffizienter Stammvenen."
Die EVLT ist eine minimalinvasive Behandlungsmethode. Durch eine Punktionsstelle wird dabei ein Katheter in die Vene bis zur zu behandelnden Stelle eingeführt. „Durch diesen sogenannten Venenkatheter wird anschließend der nur rund drei Millimeter breite Laser eingeführt. Durch die Laserbestrahlung wird die Veneninnenwand erhitzt und die Vene so verschlossen. Der krankhafte Rückfluss des venösen Blutes, der die Krampfadern entstehen lässt, wird dadurch unterbunden", erklärt Ass. Dr. Klima.
Fast schmerzfrei
Gegenüber dem herkömmlichen Stripping hat die Endvenöse Lasertherapie einige Vorteile. Zum eine haben die PatientInnen nach dem Eingriff weniger stark ausgeprägte Blutergüsse und folglich auch weniger Schmerzen. Zum anderen sind die Betroffenen rascher wieder auf den Beinen. „Das und die Tatsache, dass bei dieser Behandlungsmethode kein Leistenschnitt erforderlich ist verkürzt den Heilungsprozess", erklärt Ass. Dr. Klima.
Die Nachuntersuchungen erfolgen sieben Tage nach dem Eingriff. Nach zwei und sechs Monaten wird das Ergebnis nochmals kontrolliert. Der Erfolg gibt dieser Methode Recht. „Die Betroffen, die wir bis jetzt mit EVLT behandelt haben, sind sehr zufrieden. Komplikationen treten selten auf", sagt der Mediziner.
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