Traunsee: Segler sind startklar
Die Segelfestspiele können beginnen!
Ab kommenden Donnerstag geht die RC44 Championship-Tour 2010 in die zweite Runde. Auf Dubai folgt Gmunden, das Stallduell der America´s Cup Sieger verleiht dem Kräftemessen auf dem Traunsee besondere Würze.
Zehn Syndikate steigen in den Ring
Erstmals geht die erfolgreiche Afterguard von BMW Oracle Racing getrennte Wege, Russell Coutts teilt sich die Verantwortung mit Larry Ellison, James Spithill weiß John Kostecki an seiner Seite. Der RC44 Austria Cup, seit 2008 fixer Bestrandteil der Tour, wird in drei Kategorien entschieden, neben dem Fleet- und Match Race steht mit dem Grand Prix von Gmunden auch ein Langstreckenrennen auf dem Programm. Insgesamt zehn Syndikate steigen in den Ring, die 13 Meter langen und mit einer Segelfläche von bis zu 300 Quadratmetern versehenen Karbonmonster, werden von sieben bis neun Seglern auf Touren gebracht. Das maximale Crewgewicht beträgt 680 Kilogramm, nach dem Match Race muss laut Reglement der Rudergänger gewechselt werden.
Beim heimischen AEZ RC44 Sailing Team legen Christian Binder und Rene Mangold Hand ans Steuer, die Österreicher sind in der Liga der weltweit besten Offshore-Segler als einziges Amateurteam nominiert. Im Vorjahr in die Tour eingestiegen, hat die von Alfred Pelinka gecoachte Truppe binnen einer Saison den Anschluss geschafft und mit sehenswerten Etappenerfolgen aufhorchen lassen.
Beim Auftakt am Persischen Golf konnte man zwei direkte Duelle für sich entscheiden und im Fleet Race zwei Stockerlplätze und Gesamtrang sieben heraussegeln. „Wir sind durchaus in der Lage Akzente zu setzen, in Summe fehlt es aber noch an der Konstanz. Im Duell Boot gegen Boot ist jeder Sieg Gold wert, da mangelt es noch an der Praxis und Routine, beim Massenstart tun wir uns erfahrungsgemäß leichter", weiß Binder, der den Heimvorteil nicht überbewertet wissen möchte und die America´s Cup Sieger nicht unbedingt in der Pole Position sieht. „Es bleibt abzuwarten, wie schnell die BMW Oracle Teams den Umstieg vom Multi- auf den Monohull meistern, die Reize aber auch Tücken des Traunsees sind mittlerweile allen bekannt."
Seit Tagen herrscht vor Gmunden Hochbetrieb, sämtliche Syndikate haben bei traumhaften Segelverhältnissen ihre ersten Trainingskilometer angespult. „Die Kulisse, das hohe Publikumsinteresse und die enorme Gastfreundschaft machen diesen Event einzigartig", schwärmt Coutts, der vom schönsten Segelrevier Zentraleuropas spricht. Das erste Startsignal erfolgt am Donnerstag um 11:30 Uhr.
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