Hallstatt Classics 2017: Matinee am Sonntag

Datum:
Ort:  Kultur- und Kongresshaus Hallstatt, Seestraße 169 4830 Hallstatt

© Kraft | Hallstatt Classics 2016: Mitternachtskonzert mit Majid Meshkatian  in Hallstatt

Als die Bilder laufen lernten

Am Sonntag, den 21. Mai 2017 begeben wir uns im Kongreß- und Kulturhaus zu Hallstatt auf eine historische Zeitreise - 100 Jahre zurück. Zurück in die Hochzeit des Stummfilms. Damals war es einer der ganz großen Leinwandhits und die spektakuläre Szene, wie der amerikanische Schauspieler am Zeiger einer Uhr hoch über den Häusern einer Großstadt hängt, schrieb Filmgeschichte. Diesen Moment können Sie jetzt nochmals erleben.

Der Hallstätter Komponist und Dirigent Peter WesenAuer sorgt dabei in einer Live-Improvisation am Klavier für die richtige Stummfilm-Kino-Atmosphäre. Ein Genuss für Augen und Ohren. Zurück in die Zeit, "als die Bilder laufen lernten“.

Hollywood-Star der ersten Stunde

„Safety Last!“ hat Harold Lloyd unsterblich gemacht. Hollywoods erfolgreichster Komiker der 20er-Jahre schuf mit dieser atemberaubenden „Thrill-Comedy“ ein Meisterwerk, dessen Schlusssequenz sich in das
Gedächtnis jedes Zuschauers einprägt: Das Bild von Harold, der an einem Uhrzeiger hängt, während unter ihm eine Straßenschlucht gähnt, ist eine Ikone der Filmkunst.

Harold Lloyd spielt Harold, den Jungen vom Lande, der in der großen Stadt sein Glück machen will. Zurück bleibt das Mädchen Mildred, das er durch Macht und Reichtum zu beeindrucken versucht. Obwohl das Leben als kleiner Verkäufer in einem Warenhaus mühsam ist und das Fortkommen langsam, präsentiert sich der Junge in den Briefen nach Hause
als Senkrechtstarter. Doch das Lügengebäude gerät ins Wanken, als Mildred zu Besuch in die Stadt kommt. Aus Angst vor Entlarvung wächst Harold über sich hinaus.

Einmalig ist „Safety Last!“ aber nicht wegen seiner Geschichte. Vielmehr faszinieren die perfekte Beherrschung der filmischen Mittel, das Timing und der visuelle Einfallsreichtum des Teams um Lloyd. Die früher geübte Kritik, Lloyds Gags seien mechanisch, ist unangebracht und der Vorwurf mangelnder Intellektualität und des Schielens auf die Gunst des Publikums deplatziert. Neben Chaplin und Keaton ist Harold Lloyd das „Third Genius“ des amerikanischen Stummfilms.

Hallstatt Classics 2017: ”Music first"

Als das Programm konzipiert wurde, mischte gerade der Immobilien-Tycoon Donald Trump die Vorwahlender Republikaner auf und wir alle glaubten noch an ein kurzes Episödchen der amerikanischen Politgeschichte. Mittlerweile wissen wir, dass auch nie für möglich Gehaltenes wirklich werden kann und wir müssen lernen, die unfassbare Wahrheit zu akzeptieren. Und so schafft es ironischerweise Präsident Trump, in einem Vorwort zu einem kleinen Kulturfestival in Österreich Erwähnung zu finden. Aber nicht für oder gegen Donald Trump spielen wir auf, die Musik soll gefeiert werden! Musik, die seit Jahrhunderten eine Brücke zwischen unseren Kontinenten schlägt und Wege in beide Richtungen möglich macht.

 Was wäre Amerikas Filmkultur ohne die Musik stilprägender europäischer Komponisten? Alleine der Wiener Max Steiner, der schon 1929 die große Zukunft des Tonfilms aufkommen sah und nach Hollywood aufbrach, erhielt 24 Oscar-Nominierungen und gilt heute als Vater der Filmmusik. Seine Partituren zu „Vom Winde verweht“ und “Casablanca“ sind unvergessliche Klassiker des Genres. 

In den 1930ern dann - ganz im Gegensatz zu heute - standen die Tore offen für Künstlerinnen und Künstler, die auf der Flucht vor dem nationalsozialistischen Regime waren. Erich Wolfgang Korngold, vor dem Zweiten Weltkrieg einer der meist gespielten zeitgenössischen Opernkomponisten Österreichs und Deutschlands, fand in Kalifornien eine neue Heimat und veredelte Filme wie „Robin Hood“ und „Der Herr der sieben Meere“ mit seinen Scores. Zur selben Zeit aber kamen Klänge aus Amerika zu uns nach Europa. Klänge, die unsere Hörgewohnheiten revolutionierten und den Anbruch einer neuen, einer besseren Zeit verhießen. Cole Porter und andere Komponisten schufen das Great American Songbook und verhalfen dem neuen Massenmedium Radio zu einer unvergessenen Glanzzeit.

Dieser Musik - aus Amerika und für Amerika - widmen wir das heurige Hallstatt Classics im Salzkammergut. Die Sprache der Musik braucht keinen Reisepass, kein Religionsbekenntnis und durchdringt alle physischen Grenzen. Sie wird überall auf der Welt von allen Menschen verstanden. Und das ist es, was wir vier Tage lang in den Fokus rücken wollen: Music first!

Informationen auf einen Blick

  • Ausgerechnet Wolkenkratzer!
    Regie
    Fred C. Newmeyer
    & Sam Taylor
    Mit
    Harold Lloyd
    Liveimprovisation am Klavier
    Peter WesenAuer
  • Preis
    Vorverkauf: 19.- Euro
    Abendkasse: 21.- Euro
    Bei dieser Veranstaltung frei Platzwahl.

  • Ihr persönlicher Kontakt zum “Hallstatt Classics Festival“
    in der UNESCO Welterberegion Hallstatt Dachstein Salzkammergut
    Peter WesenAuer
    Komponierturm
    Echerntalweg 160
    4830 Hallstatt
    Österreich
    Telefon: +43 (0) 660 155 90 84 Weitere
    Informationen zu “Hallstatt Classics“ erhalten Sie
    auf der Homepage des Festival unter: www.hallstattclassics.com
  • Kartenverkauf: Online inter office@hallstattclassics.com
    Telefon #43 (0) 660 27 22 146
    45 Minuten vor jeder Veranstaltung an der Abendkasse
  • Karten erhalten Sie zusätzlich auch bei der Tourismusinformation in Hallsattt

  • Kontakt zum Tourismusbüro Hallstatt
    in der Ferienregion Dachstein Salzkammergut
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    A - 4830 Hallstatt
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    Link-Tipp: Tourismusbüro Hallstatt
    Net-Tipp: Urlaub in Hallstatt. Hotels & mehr unter www.hallstatt.net

    Öffnungszeiten
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    Mo. – Fr. 8.30 - 17.00 Uhr 
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