Mittelaltermarkt in Gosau

Datum: Fr, 8. Jun. 2018
Ort:  Freilichtmuseum Paarhof / Schmiedbauer, 4824 Gosau
Info: Unterschiedliche Beginnzeiten. Sie Programmablauf unter “Informationen auf einen Blick“

Bühne frei für die Gaukler

Welche Kulisse im Salzkammergut würde sich wohl besser eignen für einen Mittelaltermarkt, als das historische Freilichmuseum im malerischen Gosautal. Vom 8. bis 10. Juni 2018 können die begeisterten Besucherinnen und Besucher aus aller Welt am Fuße des Gosaukamms den Flair einer alten Kultur erleben und sich ein Bild von der Lebensweise, der Kleidung, dem Handwerk und der Musik des Mittelalters machen. An diesem sommerlichen Wochenende treffen Sie jede Menge Gaukler, Minnesänger und andere Akteure, und auf dem “Marktplatz“ werden viele Waren feilgeboten.

Shopping im Mittelalter

Geschichtenerzähler und ein heiter durch die Menge hupfender Hofnarr sorgen für Vergnügen, und mit Met und deftigen Braten ist auch an das leibliche Wohlgefühl gedacht. Der Mittelaltermarkt in Gosau ist für die ganze Familie ein unvergessliches Erlebnis, zwischen den Marktständen zu flanieren, die zahlreichen Produkte wie Elfen- und Drachenfiguren anbieten, die man nun für gewöhnlich dem Mittelalter zuschreibt. Von duftenden Seifen und Cremen über Holz und Schmiedehandwerk, Stoffe und Wollwaren, Schmuck und allerlei Tand. Aber auch für die durstige Kehle und den hungrigen Magen wird so einiges geboten - alles hier aufzuzählen, würde den Rahmen sprengen. Lassen Sie sich überraschen und kommen Sie zum Mittelaltermarkt in Gosau vom 8. bis 10. Juni 2018 in der UNESCO Welterberegion Hallstatt Dachstein Salzkammergut und stellen Sie nach Ihrem Besuch staunend fest: „Ja, so warns, die alten Rittersleut’!“

Krieg ums “Weiße Gold“

Die Premiere des Mittelaltermarktes vom 8. bis 10. Juni 2018 im Freilichtmuseum von Gosau findet unter dem historischen Titel “Salzkrieg“ statt. Denn schon seit Jahrtausenden bringt das abgebaute Salz der Region Salzkammergut Glanz und Reichtum. Und so ist es auch kaum verwunderlich, daß es bereits weit vor Martin Luther kriegerische Auseinandersetzungen rund ums “Weiße Gold“ gegeben hat. War doch das Salz zu dieser Zeit die einzige Möglichkeit, Lebensmittel wie Fisch oder Fleisch lange haltbar zu machen. Reisen wir also zurück in die Geschichte, als Amerika noch lange nicht entdeckt war: Das Tal um Gosau wurde im 13. Jahrhundert von Mönchen aus dem Stift St. Peter in Salzburg besiedelt.

Die erste urkundliche Nennung Gosaus erfolgte im Jahr 1231. Die meisten Bewohner lebten von Waldwirtschaft und lieferten das Holz nach Hallstatt für die Salzgewinnung. Viele Landwirte betrieben eine Alm. Diese Almen sind heute noch größtenteils erhalten. Im Gosautal war der Höhepunkt des “Gosauer Salzkriegs“ von 1291 bis 1295 zwischen dem Fürstentum Österreich ob der Enns und dem Erzbistum Salzburg.

Der Zorn des Erzbischofs

Als unter der Herrschaft der Habsburger ein neuer Salzberg in Goisern entdeckt und zum Abbau freigegeben wurde, kam es seitens des Erzbischofs Konrad IV. von Salzburg zum offenen Konflikt um das Salzmonopol.
Der Zorn des Erzbischofs wurde noch größer, als der Abt Heinrich von Admont, ein habsburgischer Günstling, auch im Gosautal Salz abbaute und in Hallstatt die Salzgewinnung lebhaft betrieb. Seinen Salzhandel teilen zu müssen, schien dem stolzen Erzbischof unerträglich, so entbrannte ein wütender Kampf um die Salzgewinnung und um den Salzhandel. Der Erzbischof brachte eine Beschwerde ein, in der er auf das – vermeintlich nur ihm zustehende – Monopol verwies. Dieser Einspruch wurde vom Habsburger Herzog Albrecht I. aber nicht anerkannt, was den Zorn des Erzbischofs neuerlich vergrößerte. Albrecht richtete in den gefährdeten Orten Befestigungsanlagen ein. So entstand zum Beispiel in Hallstatt eine Schutzwarte, der Rudolfsturm, von dem man das Land weit überblicken konnte.

In Schutt und Asche

Als eines Tages das Gerücht aufkam, der Herzog sei an den Folgen einer Vergiftung gestorben, rüstete Erzbischof Konrad zum endgültigen Vernichtungszug gegen die ihm verhassten neu entstandenen Salinen. Er ließ die Abbaustätten zerstören und die dazugehörigen Siedlungen in Schutt und Asche legen. Doch sein Triumph sollte nicht lange währen, da Albrecht I. gar nicht gestorben war, und nun in einer blutigen Fehde Rache am Erzbischof nahm. 1297 wurde Friede geschlossen.

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Informationen auf einen Blick

  • Details
    Programmüberblick
    Freitag, 8. Juni 2018
    Öffnungszeiten: 16:00 bis 22:00 Uhr
    17:30-18:00 Märchenerzähler
    18:00-19:00 Die feigen Knechte ( Musik)
    19:00-19:30 Marionetten Munkler
    19:30-20:00 Märchenerzähler
    20:00-21:00 Die feigen Knechte
    21:00-21:30 Feuershow

    Programmüberblick
    Samstag, 9. Juni 2018
    Öffnungszeiten: 10:00 bis 22:00 Uhr
    11:00-12:00 Märchenerzähler
    12:00-13:00 Die feigen Knechte
    13:00-14:00 Marionetten Munkler
    14:00-15:00 Märchenerzähler
    15:00-16:00 Die feigen Knechte
    16:00-17:00 Kinderfeldschlacht
    17:00-18:00 Marionetten Munkler
    18:00-19:00 Märchenerzähler
    19:00-20:00 Die feigen Knechte
    20:30-21:00 Feuershow

    Programmüberblick
    Sonntag, 10. Juni 2018
    Öffnungszeiten: 10:00 bis 16:00 Uhr
    11:00-12:00 Märchenerzähler
    12:00-13:00 Die feigen Knechte
    13:00-14:00 Marionetten Munkler
    14:00-15:00 Kinderfeldschlacht
    15:00-16:00 Die feigen Knechte
    16:00-17:00 Märchenerzähler
    17:00-18:00 Marionetten Munkler

    An allen drei Tagen
    Den ganzen Tag über gibt Kinderschminken im Lager der Nebelkrähen. Handwerksvorführungen und Bogenschießen auf der Bogenbahn.
  • Tipp für Leseratten
    Geschichten und Geschichte rund um den Salzabbau im Salzkammergut.
    Mit Video.
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